Vita

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Photo: Christian Oita

 

Jürgen Groezinger wurde in Ulm geboren. Schon sehr früh begeisterte er sich leidenschaftlich für klassische Musik und darüber hinaus bald für sämtliche unterschiedlichste Formen der Musik. Bereits im Kindesalter lernte er verschiedene Instrumente zu spielen. Seine große Leidenschaft wurde jedoch das Schlagzeug.  Erste Bühnenerfahrungen sammelte er als Schlagzeuger in einem Symphonischen Jugendblasorchester sowie in einem Liebhaber-Sinfonieorchester, wo er schnell durch Parts wie die die SoloTrommel bei  Maurice Ravels berühmtem Bolero gefordert wurde.


In seiner Jugend erzielte er zwei Bundespreise beim Wettbewerb  "Jugend Musiziert, worauf Einladungen  zu unterschschiedlichsten Ensembles und folgten, die bis heute die Basis seines umfangreichen praktischen Erfahrungswelt geben.

In München und Stuttgart studierte er Musik mit Hauptfach Klassisches Schlagzeug. In Hamburg Kulturmanagement.

 

Schon früh initiierte er innovative Projekte und gründete eigene Ensembles, die allesamt eine Durchdringung der Grenzen zwischen komponierter Musik und Improvisation, klassischer Konzertsaalrezeption und Clubszenerien zum Ziel hatten.

Seit nun mehr als 10 Jahren engagiert Grözinger sich als künstlerischer Leiter eines Festivals für zeitgenössische Musik im von dem amerikanischen Stararchitekten Richard Meyer gebauten Stadthaus Ulm.

Themen dieses genre- und stil-übergerifenden Festivals „neue musik im stadthaus ulm“ heissen beispielsweise „Eros“, „SakralProfan“, „OrientOccident“ oder "The American Way".

Außerdem leitet er ein hochkarätiges Ensebmble das  "European Music Project".

Seine Programme spiegeln seine ständige Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen sowie politischen Fragestellungen und Wertesystemen seiner Umgebung. Das Fundament und die Wurzeln seiner Arbeit sieht er in der abendländischen Kultur und ihrer heutigen Einbettung in eine globale Welt.

Das Repertoire reicht von Musik der klassischen Moderne bis zu zeitgenössischen Werken . Die Programmlinien führen dabei ebenso in außereuropäische Musiken wie in das Terrain der elektronisch geprägten Club-Kultur. In diesem Spannungsfeld konnte er sich auch einen Namen als „Klassik-DJ“ machen.

Auf diese Weise trat er in den international renommierten Berliner Clubs wie „Berghain“, „Cookies“, Week12End“, „Bar TAUSEND“auf , oft  als DJ des Projekts „Yellow Lounge“ oder anderen ungewöhnlichen Party-Konzepte. Er entwickelte Lounge-Modelle für die „Komische Oper, Berlin“, die „Kasseler Musiktage“ oder die „Württembergische Philharmonie Reutlingen“, wo er im Zusammenspiel mit Orchester die „Philharmonic Nights“ gestaltet.

Seine unterschiedlichen Projekte führten ihn durch die ganze Welt. Er lebt und arbeitet in Berlin.