European Music Project: Idee und Form

 

Linien werden deutlich von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in den elektronischen Clubsound des neuen Jahrtausends – und von den Anfängen der abendländischen Musiktradition bis zu außereuropäischen Musiktraditionen. Musik des 20. und 21 Jhd. wird  in die Kontexte einer sich neu ordnenden Welt mit ihren kulturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen gesetzt.


Je nach Anforderungen der zu erarbeitenden Werke formiert sich EMP zu Gruppierungen zwischen 4 und 16 Spielern.  Kern des Ensembles ist das klassische Streichquartett. Zu diesem gesellen sich Holz- und Blechbläser, umfangreiches Schlagzeug und Tasteninstrumenten inkl. elektronischer Keyboards. Eine wichtige Erweiterung des akustischen Klangs bildet die Elektronik in Form von Zuspielungen, Live-Elektronik und Klanginstallationen. Durch die Arbeit mit DJs, Bildenden Künstlern, Videokünstlern,  Regisseuren und Schauspielern eröffnen sich Bereiche vom Musik-Theater bis zur Club-Szenerie.


EMP wurde 1995 von Jürgen Grözinger gegründet und ist seit 1996 „Ensemble In Residence“ des „Festivals „neue musik im stadthaus ulm“. Seitdem spielten international renommierte Solisten wie der Fagottist Sergio Azzolini, Soundpoet Jaap Blonk, Sopranistin Angela Denoke, die Kontrabassisten Wolfgang Güttler und Stefano Scodanibbio, der Posaunist Mike Svoboda  oder der Klangkünstler und DJ Scanner mit dem Ensemble. Konzerte fanden statt mit Musikern und Komponisten unter anderem aus Ägypten, Aserbaidschan, Guinea, Usbekistan, Irak, Kamerun, der Türkei,  Serbien, Russland und einigen anderen. Fruchtbare Zusammenarbeit erfolgte mit Komponisten wie Klaus Huber, Michael Nyman, David Lang, Bernd Franke und Sandeep Bhagwati.


EMP sieht sich als beispielhafter Träger und Vermittler einer aktuellen  europäischen Musikkultur und möchte auf dieser Grundlage in Dialog treten mit anderen Stilen und Traditionen der musikalischen Welt sowie darüber hinaus - vielfältigsten künstlerischen Methoden und Positionen der Gegenwart.